Change into reverse gear!

Wir haben auf uns warten lassen, das tut uns leid. Allerdings gönnten wir uns, nach der doch etwas stressigen Vorbereitung der WinterRadale, eine kleine Auszeit. Zusätzlich stand ein Jahreswechsel vor der Tür, der begossen werden musste und mit dem neue Jobs, Projekte und Radevents einhergingen. Aber nun ist es soweit und wir präsentieren euch unseren Rückblick auf die WinterRadale 2011.

Short Track!
71 Fahrer_innen: 60 Männer und 11 Frauen
1 1/2 Kilometer Cross-Rundkurs
800 Meter Absperrband
2 Barrikaden
50 Zuschauer_innen
1 Besuch in der Notaufnahme
3 Platten
1 gerissene Kette
30 Liter Glühwein
50 Seitanbraten mit Rotkohl und Klößen
50 Semmelknödel mit Soja-Pilzragout
100 Creme Brûlée
1 Weihnachtsbaum
Ganz viel Schlamm, Dreck, Trillerpfeifen, Sonne und Spaß!

In the long run!
Für uns begann der Tag der WinterRadale um 8 Uhr morgens. Während die eine Hälfte der Radale-Crew im Conne Island Kaffee, Tee und Glühwein kochte und das Haus für die Registrierung der Radalierer_innen vorbereitete, begab sich die andere zum Elsterhochflutbett, wo sie die Strecke absteckte, Löcher mit Kies füllte, Barrikaden aufstellte und Geschenke aufhing.

Foto von ertzui°film

Foto von ertzui°film

Um 11 Uhr war es dann soweit, in nur wenigen Minuten füllte sich das Conne Island mit zahlreichen Radfahrer_innen, die es kaum erwarten konnten in die Pedalen zu treten. Von den angemeldeten Personen schafften es fast alle rechtzeitig aus dem Bett und ein paar Leute entschlossen sich spontan bei der WinterRadale mitzumachen. Schlussendlich verteilten wir 71 Startpakete. So ging wieder einmal ein großes, bunt gemischtes Fahrer_innenfeld an den Start! Großartig!

Foto von Robert Gebler

Nach dem alle ein letztes Mal ihren Reifendruck überprüft und ihre Startnummern an ihre Räder angebracht hatten, ging es auf in Richtung Cross-Strecke. In einer Gruppe von 80 Radfahrer_innen fuhren wir durch den Stadtwald zum Elsterhochflutbett. Wie es das Schicksal so wollte, gab es, wie auch schon bei der SommerRadale, bereits auf dem Weg zum Start eine erste Panne. Diesmal traf es Katja und ihr geliebtes Cross Check. Doch natürlich ließ sie sich davon nicht entmutigen und wechselte kurzer Hand ihren Schlauch. Am Ende sollte es nicht der letzte Platten an diesem Tag sein.

Am Elsterhochflutbett angekommen, konnten sich alle einen ersten Eindruck von der Strecke verschaffen. Nach einer kurzen Begrüßung von Josch, der die Crew vorstellte, führte Nikita die Radalierer_innen in einer Aufwärmrunde über die knapp 1 ½ km lange Cross-Strecke. Anschließend gab es die Gelegenheit den Kurs individuell zu erkunden und sich mit den Kurven, Barrikaden und anderen Hindernissen anzufreunden. Einige nutzten außerdem die Möglichkeit ihren Energiespeicher noch schnell mit einem warmen Getränk und einem Stück Kuchen aufzufüllen.

Foto von Thomas Dietze

Foto von Robert Gebler

Foto von Thomas Dietze

Kurz nach 13 Uhr ging er dann los, der Startschuss beziehungsweise Startpfiff. Ab da an hieß es kurbeln was das Zeug hält. Und das taten sie dann auch, die Radalierer_innen. Treten – Treten – Treten – Raus aus dem Sattel – Rad schultern – Rein in den Sattel und wieder Treten – Treten – Treten und zwischendurch noch Geschenke einsammeln. Spuren hinterließ die Crosserei nicht nur in den Gesichtern der Teilnehmer_innen, sie sich schnell in ein freundliches Pur-Pur-Rot färbten und mit Dreck-Spritzern versehen waren. Auch die Räder wurden ordentlich eingeschlammt und der Boden war nach nur wenigen Runden mit tiefen Spurrillen versehen. Trotz sportlichem Ehrgeiz gingen auf der Strecke alle fair miteinander um und jede_r legte sein einenges Tempo fest. Es gab die Fraktion ‚Sportler‘, die es sich nicht nehmen ließen am Anschlag zu fahren und die ‚Genießer‘, die zwischendrin sogar eine Raucher_innenpause einlegten. So sollte es auch sein – im Mittelpunkt stand der Fahrspaß! Kräftige Unterstützung erhielten die Radalierer_innen vom Streckenrand. Dort versammelten sich an die 50 Personen, die mit Trillerpfeifen, Ratschen und Glocken die Stimmung zum überkochen brachten. Zusätzlich heizten Mr. Zui und seine Boombox der Masse ein.

Foto von ertzui°film

Foto von Robert Gebler

Foto von Thomas Dietze

Foto von Thomas Dietze

Foto von Thomas Dietze

Nach 30 Minuten wurde dann die letzte Runde eingeläutet und alle fuhren ausgepowert aber glücklich über die Ziellinie.

Foto von ertzui°film

Foto von ertzui°film

Damit war die WinterRadale jedoch noch nicht beendet. Die schnellsten 10 Männer und 5 Frauen schickten wir ein weiteres Mal auf die Strecke. Sie machten nun die ersten 3 Plätze unter sich aus und wurden dabei von der gesamten Crowed angefeuert.

Foto von ertzui°film

Foto von ertzui°film

Im Anschluss packten noch einmal alle mit an und halfen uns beim Abbau des Kurses. Danach ging es gemeinsam zurück ins Conne Island, wo wir uns in gemütlicher Runde ein Festmahl schmecken ließen und die Sieger_innenehrung durchführten.

Foto von Robert Gebler

Foto von Robert Gebler

Für uns sind selbstverständlich alle Teilnehmer_innen der WinterRadale Sieger_innen. Doch wie auch schon im Sommer, haben wir es uns nicht nehmen lassen ein paar Radalierer_innen in selbstgewählten Kategorie zu prämieren. Dies war uns möglich, da wir tolle Sponsoren an unserer Seite hatten, denen wir erneut für ihre Unterstützung danken wollen.

In der Kategorie „Männer“ belegte Carsten den 1. Platz, gefolgt von Sascha auf Platz 2 und Hans auf Platz 3. Bei den „Frauen“ fuhr Kira auf Platz 1. Tina und Jennifer M. sicherten sich den 2. und 3. Rang. Alle 6 erhielten eine Urkunde aus dem Hause Calysto und einen kleinen Preis. Ein besonderes Weihnachtsgeschenk gab es für Carsten und Kira, die jeweils mit einer Parsleybag, WinterRadale-Sonderedition, belohnt wurden.

Doch bei der WinterRadale wurden nicht nur die Teilnehmer_innen geehrte, die als erste ins Ziel kamen. Diesen Anspruch haben wir bereits zur Sommer Radale deutlich gemacht. Viel wichtiger ist es uns und unseren Sponsoren, denjenigen eine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, die durch kleine Gimmicks und ihr positives Auftreten dazu beigetragen haben, dass das Ganze zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.

So freuen wir uns sehr darüber, dass viele Frauen an der WinterRadale teilgenommen haben. Sie zeigten wieder einmal, dass der Radsport nicht nur was für Männer ist, sie sich mit Fahrrädern auskennen und sich genauso durch Pfützen und über Barrikaden kämpfen. Für ihren Ehrgeiz wurden all von uns mit einem kleinen Preis geehrt.

Foto von ertzui°film

Eine Teilnehmerin die ganz besonders aus der Masse herausragte war Jennifer H. Sie bewies, dass es nicht notwendig ist ein fancy Trikot oder eine windschnittige Radhose zu tragen, um ein Radrennen zu absolvieren. Mit ihrem Stadtrad inkl. Körbchen und Ringelschloss radelte sie sich unter die schnellsten 5 Frauen und wurde von uns mit einem Preis gekürt.

Foto von Thomas Dietze

Zum Gewinner der Kategorie „Best Costume“ müssen wir nicht viele Worte verlieren. Diesen Titel überreichten wir mit großer Freude Tobi alias Superwoman.

Foto von ertzui°film

Die „Bike Raver“ Sebastian und Robert, traten die WinterRadale in Pailletten-Glitzer-Leggings und mit Lametta-Glitzer-Haarpracht an und gewannen den Preis für „Bestes Team Outfit“. Sebastian, der nach fast jeder Runde seine Kette richten musste, wurde außerdem in der Kategorie „Schlechteste Kettenspannung“ ausgezeichnet.

Foto von ertzui°film

Etwas schlimmer erwischte es Frank. Seine Kette riss in der vorletzten Runde und er musste sein Rad schließlich ins Ziel tragen. Dies brachte ihm den Titel „Schnellster ohne Kette“ ein.

Foto von ertzui°film

Auch Ralf alias Stahlwade beeindruckte uns sehr. Er musste nach dem Rennen einen kleinen Zwischenstopp in der Notaufnahme einlegen, um eine Verletzung nähen zu lassen. Trotzdem verbrachte er freudig gestimmt noch ein paar Stunden gemeinsam mit allen anderen im Island und wurde von uns als Gewinner der Kategorie „Tiefste Schnittwunde“ geehrt.

Foto von ertzui°film

Und auch Martin ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Obwohl er sich in 30 Minuten gleich 2 Platten zuzog, schwant das Grinsen in seinem Gesicht nicht. Er wechselte jedes Mal gelassen seine Reifen und fuhr das Rennen zu Ende. Dafür erhielt er von uns den Winter-Radale Sonderpreis – einen mit dem Radale-Logo geschmückten Weihnachtsbaum.

Foto von Robert Gebler

Zu guter Letzt überreichten wir wieder einmal Robert von der “Bumsley 3000 Hämorride Ranseier Gedächtnis Crew” einen Preis, und zwar dafür, dass er wirklich immer und überall dabei ist und gute Stimmung verbreitet.

Über die Vergabe der restlichen Preise ließen wir in guter Manier das Los entscheiden und machten weitere Radalierer_innen glücklich.

Wie ihr an unserem Rückblick ablesen könnt, hatten wir unheimlich viel Spaß mit euch! Ihr wart wieder einmal super!

Habt vielen Dank für eure Teilnahme und Unterstützung!

Bei so viel Freude und Zuspruch könnt ihr sicher sein, dass wir nicht lange still sitzen können und uns mit weiteren Radale-Plänen bald bei euch melden.
Radale 2012 wird kommen! Wie, wo, was wird sich in den kommenden Wochen rausstellen.

So stay tuned!

eure
RADALE-Crew

3 Antworten zu Change into reverse gear!

  1. kreuzbube schreibt:

    Vielen Dank für den Nachschlag!

  2. ritzelconnection schreibt:

    Was für ein schöner Bericht ! Und die Blogsportgruppe wird weitere RADALE-Ereignisse im Blick behalten😉

  3. Sehr feine Aktion, es hat echt Spassss gemacht!
    Gerne wieder!
    Und ein fettes Dankeschön an ALLE, die mitgeholfen haben🙂

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